Mittwoch, 30. Mai 2012

War das Ende der amerikanischen Ureinwohner Völkermord?

Von Stefan Sasse

Häuptling Spotted Elk tot am Wounded Knee, 1890
Als Kolumbus auf den mittelamerikanischen Inseln landete, die er selbst für Indien hielt und die sich später als Teil eines eigenen, den Europäern unbekannten Kontinents herausstellten, lebten mehrere Millionen Ureinwohner in Nordamerika. Benannt wurden sie, quasi um Kolumbus Irrtum bis in alle Ewigkeit zu zementieren, Indianer. Im Gegensatz zu den Spaniern, Portugiesen und Franzosen, die in den nächsten 300 Jahren alle versuchten, an den Reichtümern des neuen Kontinents teilzuhaben, gründeten die Briten Siedlerkolonien und schufen, nolens volens, einen neuen Staat: die USA. Dieser war von einem starken Sendungsbewusstsein durchdrungen und hatte es sich von Anfang an zum Ziel gemacht, seine Grenzen nach Westen zu erweitern. In diesem Gebiet der Prärien, schroffen Gebirgszüge und tiefer Wälder schien es keine Vorbesitzer zu geben, das Land gehörte also demjenigen, der es sich zu nehmen bereit war. Die Indianer, die zu dieser Zeit noch einige Millionen zählten, waren zu einem guten Teil Nomaden, insgesamt aber in den Augen der Weißen vor allem eines: rechtlos. Sie konnten keine Ansprüche auf das Land anmelden, die Amerikaner schon. Was folgte, ist aus Winnetou und Lucky Luke sattsam bekannt: gebrochene Verträge, Reservate, Vertreibungen, Aufstände, Tod. Am Ende des 19. Jahrhunderts, als die USA den Kontinent von West nach Ost komplett bedeckten und ihn halbwegs erschlossen hatten, lebte nur noch ein Bruchteil der einstigen Menge an Indianern und vegetierte in Reservaten vor sich hin. Noch heute sind die Indianer in den USA eine schlecht gestellte Minderheit und kämpfen um die Anerkennung der Verbrechen, die an ihnen begangen wurden. Die Frage, die sich hier stellt, ist aber, ob es sich dabei um Völkermord handelte, um einen Genozid der "Weißen" an den "Roten".

Dass es Verbrechen von grauenerregendem Ausmaß an den Indianern gab, ist bekannt und braucht nicht ernsthaft diskutiert zu werden. Massaker wie das am Wounded Knee sind keine Einzelfälle im langsamen Niedergang der Indianer. Die Amerikaner hatten kaum Hemmungen, ihnen ihr Land zu rauben und sie dort, wo sie Widerstand leisteten, aufs Schärfste und Härteste zu bekämpfen. Wenn es zu Indianerkriegen kam, wurden meist unterschiedlos Krieger, Alte, Frauen und Kinder getötet. Terror und Verbrannte-Erde-Taktiken waren bevorzugte Mittel der US Army, wenn sie die Indianer nicht in einer Schlacht stellen konnten (was selten geschah). Doch die Gräueltaten der Amerikaner sind nicht die Einzigen, die an den Ureinwohnern verübt wurden, sie sind lediglich die am besten überlieferten und in der Folklore lebendig gehaltenen. Bereits die Briten und Franzosen gingen rücksichtslos gegen die Ureinwohner vor; in Kanada ist ihre Lage nicht wesentlich besser als in den USA. Die Spanier und Portugiesen töteten in ihren mittel- und südamerikanischen Kolonien tausende von Ureinwohnern, vernichteten sie regelrecht durch Arbeit in Minen und Plantagen. Zehntausende starben an eingeschleppten Seuchen. 

Von Pocken infizierte Nahua (Azteken)
All das stellt für den Historiker jedoch bereits viele Probleme auf. Das erste ist der verwendete Terminus "die Indianer", als ob es sich um eine homogene Gruppe handle. Die Inuit des hohen Nordens haben aber mit den Inka Südamerikas kaum Berührungspunkte. Die Stämme der Prärie Nordamerikas bekämpften sich gegenseitig teils mit mehr Inbrunst als die weißen Neuankömmlinge, die solche Enmitäten geschickt auszunutzen verstanden. Auch waren den Indianern Grausamkeiten in großem Umgang selbst nicht fremd; selbst die nicht gerade zimperlichen spanischen Conquistadores waren entsetzt, als sie der Massenopfer der Azteken ansichtig wurden, eines Stammes, der gezielt und organisiert Menschen jagte und tötete. Die Darstellung der Indianer als unschuldige Opfer, gewissermaßen als gute Lämmer, die von reißerischen Wölfen zur Strecke gebracht wurden, ist bestenfalls fragwürdig. Treffender ist vermutlich, dass hier Wölfe andere Wölfe töteten. Dass die Kräfteverhältnisse dabei äußerst ungleich verteilt waren, lässt sich natürlich kaum leugnen. Ein weiteres Problem ist, dass die größten Massensterben von Ureinwohnern gleich in der Anfangszeit der Entdeckung, im 16. Jahrhundert, stattfanden und äußerst schlecht dokumentiert sind. Es gibt keine verlässlichen Zahlen über die Bevölkerung vor Ankunft der Europäer, und niemand führte Buch über die Toten in den Kolonien. Wir wissen aber, dass es sehr viele waren, denn den Spaniern gingen die Arbeitskräfte aus, weswegen sie den Import von Sklaven aus anderen Weltregionen begannen. 

Schätzungen besagen, dass in einigen der ersten europäischen Kolonien innerhalb weniger Jahre 90% der Bevölkerung verstarben. Es scheint sich hier um einen klaren Fall von Völkermord zu handeln, aber so eindeutig ist der Fall nicht. Es kann nämlich aller Wahrscheinlichkeit nach ausgeschlossen werden, dass die Spanier dieses Massensterben absichtlich herbeiführten. Wesentlich wahrscheinlicher ist eine verheerende Seuche, etwa die Pocken, gegen die Ureinwohner keine Abwehrkräfte besaßen. Es ist sehr gut möglich, dass die Europäer eine solche Seuche einschleppte, aber sicher ist auch das nicht. Solche Unwägbarkeiten machen eine Bewertung des Niedergangs der Indianer in der frühen Kolonialepoche sehr schwer. Sicher ist nur, dass die Opferzahlen in jener Zeit sehr hoch waren. Viele der damaligen Stämme sind bereits im 17. Jahrhundert ausgestorben gewesen. Konstituiert dies jedoch einen Völkermord? Die Spanier haben nicht gerade allzuviel Mitleid und Sympathie für die Ureinwohner gehabt, in denen sie vor allem billige Arbeitskräfte sahen. Zu Tausenden starben die mittel- und südamerikanischen Indianer in Minen und Plantagen (in Nordamerika war die Bevölkerungsdichte zu niedrig, als dass man ein lohnenswertes Feld darin hätte sehen können). Jedoch, der Tod dieser Menschen war den Spaniern zwar egal. Er war aber nicht ihre Triebfeder. Sie rotteten die indigene Bevölkerung nicht absichtlich aus. Von einem Völkermord zu sprechen scheint deswegen nicht gerechtfertigt. Es gibt meines Wissens nach kein vernünftiges Wort dafür, Menschen in Massen an schlechten Bedingungen zugrunde gehen zu lassen. Für Völkermord aber ist die Absicht, ein Volk tatsächlich zu vernichten, entscheidend. 

Sioux-Häuptling Sitting Bull
Deswegen kann auch der Niedergang der nordamerikanischen Indianer nicht als Völkermord bezeichnet werden. Trotz seiner im Vergleich geringeren Proportionen ist er deutlich bekannter und im Bewusstsein wesentlich präsenter als das Massensterben der mittel- und südamerikanischen Indianer. Dies hat viel mit der Aufladung der Indianergeschichte Nordamerikas zu tun, einer Aufladung sowohl romatisch-literarischer Art als auch politischer Natur. Nicht erst seit Karl May verkörpern "die Indianer" eine Art naturhafte Unschuld, die der anonymen Zivilisation der Weißen entgegengesetzt wurde. Sehnüchte wurden auf die Indianer projiziert, die als "edle Wilde" in Harmonie mit ihrer Umgebung lebten. Das Vordringen des "weißen Mannes" war die Entsprechung des biblischen Sündenfalls, die die Idylle vernichtete. Viele der so rankenden Legenden sind haltlos. Die Indianer lebten in keinem Einklang mit der Natur oder nahmen nur, was sie brauchten, wie es die Folklore will. Sie betrieben, wo sie es konnten, genauso Raubbau wie die Weißen auch - ihnen fehlten nur die organisatorischen Mittel, die Industrialisierung und die pure Masse, um denselben zerstörerischen Effekt zu erreichen. Die Indianer sind nicht "die Guten" in einem Konflikt gegen "die bösen" Weißen, wie es nur allzuoft im Western dargestellt wird. Es gab gute Menschen unter ihnen und böse, genauso wie in allen anderen Völkern auch. Durch die Projizierung der eigenen Schuld auf die Indianer wurden diese aber mit zivilisationskritischem Ballast beladen, der eigentlich nicht zu ihnen gehört, und wurde der Untergang ihrer Lebensräume und Lebensweise teilweise ins Mythische überhöht, während niemand den Inka oder Azteken eine Träne nachweint. 

Ein geplanter Völkermord gegen die nordamerikanischen Indianer fand entsprechend nie statt. Ihr Untergang war eine direkte Folge der assymetrischen Machtbalance. Die Weißen waren mehr, wesentlich besser bewaffnet, ausgerüstet und organisiert. Die Indianer hatten in den Verteilungskämpfen in Nordamerika keine Chance. Die Großen unter ihren Häuptlingen sahen dies bereits frühzeitig und versuchten, dem irgendwie zu entgehen - der Krieg, den Tecumseh etwa im frühen 19. Jahrhundert gegen die amerikanischen Siedlungsbestrebungen führte war der Versuch, die Appalachen als Grenze zu etablieren. Andere Häuptlinge kämpften später für vernünftige Reservate. Insgesamt aber blieben die Indianer politisch zersplittert und uneins, was den Weißen ihre Aufgabe deutlich erleichterte (obgleich die großen Indianerreiche Mittel- und Südamerikas noch schneller fielen). Die industrialisierte Zivilisation überrollte sie am Ende einfach. Es war ein Prozess, der nur friedlich hätte abgehen können, wenn die Indianer einfach aufgegeben hätten. Das war nicht zu erwarten, und im 19. Jahrhundert waren die Ideen der Menschenrechte noch nicht sonderlich ausgeprägt.

Ernte in einem Reservat, 1936
Den USA Völkermord an den Indianern vorzuwerfen ist deswegen hoch problematisch. Es gab nie ein Programm, das die Ausrottung der Ureinwohner zum Thema hatte. Ihr Verschwinden war vielmehr das natürliche Ergebnis des Ausbreitungsprozesses der USA selbst - die bereits beschriebene Machtassymetrie ließ kaum ein anderes Ergebnis zu. Wären die Indianer stärker oder politisch relevant gewesen, hätten sie vielleicht eigene, autonome Nationen innerhalb der USA gründen können. So blieben ihnen nur die Reservate. Letztere können geradezu als Verkörperungen einer ungerechten Behandlung der Indianer gelten. Schlechtes Land, keine Chancen und kaum entwickelte Infrastruktur kennzeichnen sie ebenso wie sozialer Zerfall. Von Völkermord aber ist es weit entfernt. 200 Jahre zuvor wäre noch niemand auf die Idee gekommen, Reservate einzurichten - stattdessen hätte man die Indianer einfach sich selbst überlassen, was ihrem sicheren Tod gleichgekommen wäre. Der Völkermordvorwurf wird heute gerne politisch gebraucht. Zum Einen ist es ein Zeichen von Progressivität, sich für Indianerbelange einzusetzen (in den 1970er Jahren gab es eine regelrechte Indianer-Mode), zum anderen kann der Vorwurf des Völkermords an den Indianern benutzt werden, um die moralische Glaubwürdigkeit der Amerikaner zu zerstören und die eigene Schuld zu relativieren. Es soll hier gar nicht der Versuch unternommen werden, das Verhalten der USA gegenüber den Indianern zu rechtfertigen. Es erklärt sich aber aus den Gegebenheiten und Denkweisen der damaligen Zeit. Dies reduziert die Schuld der Amerikaner, der sie sich bis heute nicht so offensiv stellen, wie das wünschenswert wäre, keinesfalls. Der Vorwurf eines Völkermords aber ist ungerechtfertigt.

Kommentare:

  1. "Es war ein Prozess, der nur friedlich hätte abgehen können, wenn die Indianer einfach aufgegeben hätten."

    Hätten sie dafür alle gemeinsam aufgeben müssen ?
    Was ist mit denen, die sich "angepaßt" haben ?
    Das gab es doch die "Fünf Nationen".

    ... und muß man die alle umbringen, oder könnte man die auch in Konzentrations-Reservate einsperren - unter Bedingungen, unter denen sie einfach verrecken.
    Umbringen wollte man sie ja nicht ...

    "Ein geplanter Völkermord gegen die nordamerikanischen Indianer fand entsprechend nie statt."
    Diese Formulierung ist einfach hübsch
    War es ein ungeplanter Völkermord ?
    Oder ist es ungeplant dann Völker-"Totschlag" ?
    Der Argumentation oben folgend ist Planung Voraussetzung für Völkermord. Gibt es dann überhaupt "ungeplanten" Völkermord ?
    Ist "geplanter Völkermord" dann nicht ein Pleonasmus ?
    Absichtlich oder unabsichtlich ?
    Oder habe ich da etwas nicht verstanden ?

    Solchen Quark hat man früher, glaube ich, als "Sophisterei" bezeichnet !

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    1. danke jürgen, du sprichst mir aus dem herzen, was zu einem solch dämmlichen artikel mir einfällt
      zur anmerkung: es gibt noch manche ethnie, die den tag null für alle imperialisten endgegensehnen und zu unserer erhaltung ganz sicher ihren arsch bewegen werden!

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    2. Jeder mit der Absicht, teilweise oder ganz die nationale, ethnische, rassische Gruppe durch Töten ihrer Mitglieder zu zerstören; indem ihnen ernsthafte körperliche und mentale Verletzungen beigebracht werden; (oder) oder (sie) absichtlich Bedingungen aussetzen, die sie teilweise oder ganz zerstören könnten.
      Hier mal eine kleine Definition der Genfer Konvention von 1948

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    3. Eben. Die Definition trifft nicht zu.

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    4. Lieber zorniger Herr Jürgen! Wo ist das Problem? Die Voraussetzung für Völkermord als planmäßige und hierin böswillige Handlungsweise trifft diesfalls jedenfalls genauso wenig zu wie in vielen anderen Fällen des Volkstumwechsels in der Menschheitsgeschichte.
      Man kann zB auch den germanischen Angel-Sachsen keinen Völkermord an den romanisierten Briten unterstellen, obwohl dieses Völkerdrama heftig ist und ein Beispiel dafür abgibt, dass eine zahlenmäßig und kulturell stark unterlegene Volksgruppe von Einwanderern ob ihrer bloßen Vitalität obsiegt. Ihr Vorteil scheint in diesem Fall: weniger Zivilisation, aber mehr Barbarei.
      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-78954549.html

      Das historische Ringen zwischen Populationen um Lebensraum ist quasi naturhaft. Auch Ameisenvölker löschen einander aus. Die Ameisenforscher Hölldobler/Wilson meinen, die totale Vernichtung aller Nachbarvölker sei das überragende außenpolitische Ziel einer jeden Ameisenkolonie. Aber wer das jetzt wortwörtlich nimmt, der hat nichts von der Logik des Lebens - Biologie - verstanden.

      An dieser Stelle: Gratulation dem Herr Stefan Sasse zu dem interessanten Aufsatz. Habe den Blog soeben erst entdeckt.

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  2. Klar hätten sie dafür alle aufgeben und am besten spurlos verschwinden müssen. Dass geht schlicht nicht. Das war die Aussage.
    In meinem Verständnis setzt "Mord", auch "Völkermord", Vorsatz und Absicht voraus. "Völkertotschlag" klingt zwar doof, kommt der Wahrheit aber in diesem Falle sehr nahe. Das heißt im Übrigen nicht, dass Indivivuen in dieser Zeit nicht gemordet hätten; das kam oft genug vor. Aber Genozid ist es nicht.

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    1. Wahrheitsverdreher!!!!!

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    2. Aber sicher doch ist es GENOZID-noch nie was von Biowaffen gehört??Bis heute sind die Amis spitze auf dem gebiet,nicht ohne Grund!

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    3. Wer sich auf ein Thema mit Bezugspunkt "Amerika/USA" einlässt, der lockt Antiamerikanisten an. Und diese sind nach dem Philosophen Sir Karl POPPER die "Dummen Kerle unserer Tage". Wo diese Herrschaften auftauchen, ist es der Tod eines jeden sachlichen Gesprächs. Eine wahre Landplage.

      Zur Sache: Totschlag setzt eine allgemein begreifliche Gemütsbewegung voraus, stark genug um im Affekt zu töten.
      Ich denke, dass für die Europäisierung Nordamerikas jegliche Terminologie aus dem Strafgesetzbuch fehl am Platz ist. Für die Siedler aus Deutschland, Frankreich, Holland und England war das nur schütter besiedelte Land faktisch leeres Land, das, weil im Überfluss vorhanden, relativ unstrittig war. Es gab auch kein Grundbuch. Was im Überfluss und ohne Rechtstitel vorhanden ist, darf aufgeteilt werden. Die europäischen Migranten waren Ackerbauern und drängten die Natur zurück, welche, auch nur zum Teil, Lebensgrundlage von Indianern war. Man darf auch nicht vergessen, dass die berittenen Prärieindianer ein Produkt der Weißen waren (Pferde!). Die Weißen breiteten sich in die Indianerkulturen aus. Durch den Waffenhandel mit den Holländern rüsteten die Irokesen auf und löschten die Nachbarstämme aus. Auf dem Gebiet von Texas/Mexiko blühten Reiterstämme auf, die vom Plündern weißer Siedler lebten (Raubökonomien der Komantschen und Apachen). Die Indianer-Populationen, die bei Eintreffen der Europäer Steinzeitkulturen waren, erlagen schließlich im Prozess der Zivilisation. Ein sozialhistorischer Vorgang ohne jeden Bezugspunkt zum Strafrecht.

      Will man strafrechtlich reflektieren, könnte man die anfängliche Goldgier der Spanier und die religiös motivierten Grausamkeiten der Azteken unter die Lupe nehmen, die unter den Indio-Nachkommen Mexikos heute noch als das verbrecherischte Regime aller Zeiten verhasst sind. An Feiertagen wurden tausende Opfer bestialisch zu Tode gebracht. Nachbarvölker wurden als Plantagen für Menschenopfer gehalten. Man stelle sich vor, man fände heute ein Volk, welches dergleichen praktiziert. Man würde meinen, dass der "Islamische Staat" im Vergleich dazu ganz niedlich ist.

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    4. Antiamerikanisten sind nichts anderes als Menschen mit ablehnender Haltung gegenüber der Politik und Kultur der USA - wozu ich mich zählen würde, betrachtet man die Blindheit mit der Amerika Politik führt/führte. Das hat nichts mit Dummheit zu tun - im Gegenteil.

      "Was im Überfluss und ohne Rechtstitel vorhanden ist, darf aufgeteilt werden." Das mag so stimmen, nur trafen unsere Vorfahren hier auf bereits besiedeltes Land. Die Ureinwohner führten Politik - wenn sie es taten - nur sehr begrenzt, weshalb es logischer Weise keine protokoll-festgelegten Begrenzung gab. Aber wenn man als Volk ein riesiges Areal vor sich hat und in etwa weiß wie die anderen Stämme verteilt sind, wer würde auf die Idee kommen von einer völlig fremden Macht angegriffen zu werden. Sie kannten ja nichts anders. Ist es der Fehler der Ureinwohner, dass sie noch nicht den Entwicklungsstand erreichten, den wir zu gegebener Zeit hatten?

      "Man darf auch nicht vergessen, dass die berittenen Prärieindianer ein Produkt der Weißen waren (Pferde!)." Ich frage mich inwieweit das mit der Frage zu tun hat, ob die "Eroberung" nun ein Genozid war oder legitim.

      "An Feiertagen wurden tausende Opfer bestialisch zu Tode gebracht." Ja, insbesondere die Azteken hatten brutale Rituale. Aber 1.) hat auch das wenig damit zu tun, ob es nun ein Genozid war. Völkermord ist Völkermord, gleich welche Rituale das Volk durchführte. 2.) Wie schon erwähnt, sind die Ureinwohner Amerikas unserer Entwicklung um Jahrzehnte, Jahrtausende in Nachteil gewesen. Auch besaßen sie andere Weltvorstellung, hatten eine andere Mentalität.
      Diesen tief verwurtzelten, beinahe schon "heiligen" Ritualen vorzuwerfen, sie würden es auch nur annähernd legitim machen, was mit ihren Völkern passiert sei, finde ich lächerlich.
      Ebenso lächerlich, wie der Vergleich mit dem IS. Ich würde es nicht wagen diese Gruppierungen unter einen Deckel zu stecken. Und ich bin durchaus angewidert davon, dass Sie es machen, Herr Schulz.

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  3. Das war ganz klar Völkermord und eine rießige Sauerei.
    Über den 2.ten Weltkrieg und die Betroffenen wird geheult und gelabert. Aber über die Millionen barbarisch geschlachtete Inquisitionsopfer oder wie hier dahingemetzelte und elendig zum Tode gebrachten Ureinwohner über die spricht keiner. Die haben keine Lobby. Seht Euch ,,500'' Nations (500 Nationen / Stämme)an. Hier wurden Millionen ausgelöscht. Die Gier einer sich gnadenlos auf der Basis des Lebensmodels der Westlichen Welt entwickelnden Masse mit Ihren Aristokraten macht alles platt.
    Geld und Macht sucht Konsumenten. Die einen werden reich und krank, die anderen arm und Krank und dümm. Und Sie arbeiten noch immer und sie arbeiten gut. Auf der ganzen Welt arbeiten sie. Sie haben nichts begriffen und machen alles Platt. 12% Rendite mit Tropenholz, Ölsand, Fracking, Öltankerunglücke, Gentechnik, Chemische Biologische und Atomare Waffen, Platik in allen Weltmeeren, Elektrosmok, Wüsten breiten sich aus, stinkende Flüsse, ... es liese sich endlos fortführen. Und die Menschen schlafen, selbst wenn sie wach sind. Wenn Sie wach wären würde sie das Graußen überkommen und sie würden sehen was sie tun. Aber noch immer sind sie blind. Da bekomme ich so einen Hass, dass der zum Himmel Platzt. Nein man kann nur schwerlich ein Freund der Menschen sein. Tut mir Leid.

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    1. Zitat des Users Anonym: "Aber über die Millionen barbarisch geschlachtete Inquisitionsopfer"

      Dem s.g. Hexenwahn fielen über einen Zeitraum von rd 500 Jahren europaweit rd 60.000 Menschen zum Opfer. Viel mehr wurden gefoltert und anderswie gequält oder drangsaliert, aber die Zahl der Getöteten ist mit rd 60.000 verifiziert.

      Die "4-Millionen Toten" entstammen aus der anti-christlichen Hetze der Nationalsozialisten. Ich darf Sie beruhigen. Diese Zahl hat mit historischer Wirklichkeit nichts gemein.

      Ihren Worten nach zu schließen, sind Sie ziemlich verbittert über das menschlich Böse in der Welt. Darum wundert es mich, dass Sie einen Internet-Anschluss haben. Sie sollten sich dem Treiben in der Welt konsequent verweigern und zum radikalen Aussteiger werden.

      Und ich weiß nicht, von welchem Volk Sie sind, aber es gibt wohl keinen Platz auf Erden, wo nicht die einen Populationen durch andere verdrängt oder unterjocht und vermindert oder gar ausgelöscht wurden. Ich hoffe, es schlummert nicht das Böse Ihrer mörderischer Ahnen in Ihren Genen. Ansonsten kann Ihnen nur mehr die verteufelte Gentechnik Hoffnung geben, diesem Fluch vielleicht doch noch zu entrinnen. Bis dahin, vermehren Sie sich nicht!

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    2. Es wird eindeutig erläutert, daß es DIE Indianer als Völkergruppe nicht gibt - un nur einen Grund zu nennen, der gegen den Begriff "Völkermord" spricht. Man kann es von mir aus als "Massenmord" oder "- vernichtung" an den/der Ureinwohnern Amerikas!

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  4. Moin,

    schöner Artikel. Aber sowas besser nur aus guter Deckung schreiben (siehe oben Anonym 20.27h). Das gibt jetzt Haue, aber heftig.
    Ich würde einmal:
    http://topdocumentaryfilms.com/america-before-columbus/
    empfehlen. America war demzufolge vor der Ankunft der modernen Europäer viel dichter bevölkert als man glauben sollte. Die afroeurasischen Seuchen änderten das. Gründlich. Schnell.

    CU

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  5. Techniknörgler31. Mai 2012 um 04:11

    "as war ganz klar Völkermord und eine rießige Sauerei.
    Über den 2.ten Weltkrieg und die Betroffenen wird geheult und gelabert. Aber über die Millionen barbarisch geschlachtete Inquisitionsopfer oder wie hier dahingemetzelte und elendig zum Tode gebrachten Ureinwohner über die spricht keiner. "

    "danke jürgen, du sprichst mir aus dem herzen, was zu einem solch dämmlichen artikel mir einfällt
    zur anmerkung: es gibt noch manche ethnie, die den tag null für alle imperialisten endgegensehnen und zu unserer erhaltung ganz sicher ihren arsch bewegen werden!" Auch die Idee einen Indianerstaat als offiziellen US-Bundesstaat in die Union aufzunehmen zeugt nicht gerade von rassistischer Verachtung. Dass der sogar Recht weit gediehene Vorschlag letztendlich an scheiterte, macht nur um so mehr deutlich, dass nicht e>

    Das ist irgendwie genau die Reaktion, die ich auf diesen Artikel erwartet habe. Natürlich Annonym.



    "Ein geplanter Völkermord gegen die nordamerikanischen Indianer fand entsprechend nie statt."
    Diese Formulierung ist einfach hübsch
    War es ein ungeplanter Völkermord ?

    Ein Völkermord setzt Vorsatz voraus, das ist die Aussage.

    Die Zwei obigen Zitate stellen die Triebfeder hinter der Aussage, die USA hätten einen Völkermord begangen (die USA, Kanada, die Spanier und Portigiesen werden dabei dann auch wieder nicht erwähnt), eigentlich deutlich hervor.

    Der gezielte Wunsch eine Ethnie oder ein Volk auslöschen zu wollen, wie es die Nazis mit den Juden und die Türken mit den Ameniern taten, um jeweils ihren Traum von rassischer oder ethnischer Reinheit zu verwirklichen, gab es seitens der USA (und auch Kanadas, meines Wissens nach auch von Spaniens und Portugal) nicht.

    Was es gab waren grausame Verbrechen, bei denen die Interessen der Indianer den Siedlern nichts Wert waren. Teilweise war dieses Herabblicken auch mit kultureller Überlegenheit begründet wurden, aber gemacht wurde es nicht um eine Rasse rein zu halten oder eine reine Ethnie als Grundlage für einen neuen Nationalstaat zu haben, sondern schlicht aus wirtschaftlichen Interessen. Es gab also kein direktes Interesse am Tod von irgend jemandem. Völkertotschlag trifft es wohl am besten, wobei auch der Begriff recht ungenau ist.

    Es macht einen Unterschied, ob ich bei einem Banküberfall bereit bin über Leichen zu gehen oder ein gezieltes Attentat auf jemandem verübe, weil mir seine Hautfarbe nicht gefällt und ich den Anblick nicht ertragen möchte.

    Auch die Idee einen Indianerstaat als offiziellen US-Bundesstaat in die Union aufzunehmen zeugt nicht gerade von rassistischer Verachtung. Dass der sogar Recht weit gediehene Vorschlag letztendlich an der Aufrechterhaltung des parteipolitische Gleichgewichtes scheiterte, macht nur um so mehr deutlich, dass nicht Rassenwahn und Reinheitssucht Triebfeder hinter der Behandlung der Indianer war, sondern schlicht Ignoranz und mangelnder Wille Rücksicht zu nehmen.

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  6. Techniknörgler31. Mai 2012 um 04:21

    Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  7. Techniknörgler31. Mai 2012 um 15:01

    >Das war ganz klar Völkermord und eine rießige Sauerei.
    Über den 2.ten Weltkrieg und die Betroffenen wird geheult und gelabert. Aber über die Millionen barbarisch geschlachtete Inquisitionsopfer oder wie hier dahingemtzelte und elendig zum Tode gebrachten Ureinwohner über die spricht keiner. <

    >"danke jürgen, du sprichst mir aus dem herzen, was zu einem solch dämmlichen artikel mir einfällt
    zur anmerkung: es gibt noch manche ethnie, die den tag null für alle imperialisten endgegensehnen und zu unserer erhaltung ganz sicher ihren arsch bewegen werden!" <

    Das ist irgendwie genau die Reaktion, die ich auf diesen Artikel erwartet habe. Natürlich Annonym.



    >"Ein geplanter Völkermord gegen die nordamerikanischen Indianer fand entsprechend nie statt."
    Diese Formulierung ist einfach hübsch
    War es ein ungeplanter Völkermord ? <

    Ein Völkermord setzt Vorsatz voraus, das ist die Aussage.

    Die Zwei obigen Zitate stellen die Triebfeder hinter der Aussage, die USA hätten einen Völkermord begangen (Kanada, die Spanier und Portigiesen werden dabei dann auch wieder nicht erwähnt), eigentlich deutlich hervor.

    Der gezielte Wunsch eine Ethnie oder ein Volk auslöschen zu wollen, wie es die Nazis mit den Juden und die Türken mit den Ameniern taten, um jeweils ihren Traum von rassischer oder ethnischer Reinheit zu verwirklichen, gab es seitens der USA (und auch Kanadas, meines Wissens nach auch von Spaniens und Portugal) nicht.

    Was es gab waren grausame Verbrechen, bei denen die Interessen der Indianer den Siedlern nichts Wert waren. Teilweise war dieses Herabblicken auch mit kultureller Überlegenheit begründet wurden, aber gemacht wurde es nicht um eine Rasse rein zu halten oder eine reine Ethnie als Grundlage für einen neuen Nationalstaat zu haben, sondern schlicht aus wirtschaftlichen Interessen. Es gab also kein direktes Interesse am Tod von irgend jemandem. Völkertotschlag trifft es wohl am besten, wobei auch der Begriff recht ungenau ist.

    Es macht einen Unterschied, ob ich bei einem Banküberfall bereit bin über Leichen zu gehen oder ein gezieltes Attentat auf jemandem verübe, weil mir seine Hautfarbe nicht gefällt und ich den Anblick nicht ertragen möchte.

    Auch die Idee einen Indianerstaat als offiziellen US-Bundesstaat in die Union aufzunehmen zeugt nicht gerade von rassistischer Verachtung. Dass der sogar Recht weit gediehene Vorschlag letztendlich an der Aufrechterhaltung des parteipolitische Gleichgewichtes scheiterte, macht nur um so mehr deutlich, dass nicht Rassenwahn und Reinheitssucht Triebfeder hinter der Behandlung der Indianer war, sondern schlicht Ignoranz und mangelnder Wille Rücksicht zu nehmen.

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  8. Der Text ist gut, weil nachvollziehbar argumentiert wird. Ich bin zu wenig in dem Thema drin als dass ich inhaltlich alles zur Gänze beurteilen könnte. Aber mich überzeugt das zunächst.
    Die teilweise vorhersehbar ideologisch-reflexhaften und nicht sehr klugen Kommentare müssen jemanden, der sich Mühe gibt, einen sinnvollen kritischn Text zu verfassen, sehr ärgern. Dafür mein Beileid. Es gibt aber auch ernsthaft interessierte LeserInnen. Also nicht aufgeben, Herr Sasse! ;-)

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    1. und dieser kommentar stammt bestimmt vom autor des artikels selbst.......

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    2. Die Indianer wurden total eleminiert, vielleicht bis auf paar kleine Stämme in Südamerika. USA haben die Ureinwohner Amerikas vernichtet und Ihr Land gestohlen. Eine uralte Kultur wurde ausgelöscht.

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    3. @ Anonym vom 11. August 2016 um 16:58

      Schauen Sie einmal einem durchschnittlichen Mexikaner oder Venezuelaner ins Gesicht. Hat der europäische Gesichtszüge?
      In Mexiko bekennen sich einige Millionen Mexikaner als Azteken. Und sind bei der Bevölkerungsmehrheit deswegen unbeliebt, weil die sich als Nachkommen von Indio-Völkern sehen, die unter dem Regime der Azteken schrecklich gelitten haben.

      Die "USA", das waren Einwanderer aus Europa, die in erster Linie der feudalistischen Gesellschaftsordnung des 'Alten Kontinents' zu entrinnen wünschten. Die Allermeinsten dieser Einwanderer wurden in Amerika einfach nur hart arbeitende Bauern.
      Der amerikanische Staat wiederum, den Sie hier in antiamerikanistischer Manier zum Bösen dämonisieren, war kaum existent.
      Die Stärke der US-Armee betrug 1846 stattliche 8.500 Mann. Selbst also wenn man aus dem Geiste eines leidenschaftlichen Ressentiments diesem Staat viel Böses anzudichten wünscht, so war er mit diesem Mini-Heer in einem großflächigen Land doch zu nicht allzuviel Bösem imstande.

      Zum Vergleich: Das kriegerische Volk der Comanche, auch Komantschen genannt, zählte zu dieser Zeit rd 20.000 Mitglieder.
      Heute deklarieren sich rd 16.000 als Stammesmitglieder. Und unzählige Comanche haben sich in die US-Gesellschaft assimiliert; sind nicht als Stammesmitglieder registriert.
      Wo bleibt da der Völkermord? Wo die Auslöschung?

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  9. Vielen Dank für den Artikel, Stefan Sasse.
    Vorhersehbar sind Sie damit den Rassisten mächtig auf die Füße getreten, weshalb die mit den vorhersehbaren Rumpelstilzchenattacken antworten. Insoweit wäre es geradezu eine Enttäuschung, wenn Jürgen und sein Anonymus nicht reflexhaft den üblich rassistischen Schrott abgelassen hätten.

    Als Ergänzung würde ich, wenn es erlaubt ist, auf einen Text verlinken, den ich mal zu einen ähnlichen Thema geschrieben habe. http://tinyurl.com/c9ohxtj

    Hinweis:
    Jürgen und Anonymus1, ich weiß dass Ihr keine Ahnung habt. An Euren Sinnlos-Antworten habe ich kein Interesse.

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    1. Techniknörgler3. Juni 2012 um 14:23

      @Urlauber:
      Interessanter Link, aber das dort enthaltende Zitat über die Yanomamö macht mich etwas stutzig. Es wirkt doch etwas zu sehr nach Horrorerzählung. Die angegebene Quellenangabe hat mir leider auch nicht weiter geholfen. Können sie dazu mehr liefern?

      Man sollte bedenken, dass Naturvölker zwar teilweise Grausamkeiten begehen oder begingen, die man sich schon früher im zivilisierten Westen (der damals auch nicht gerade zimperlich war) kaum erklären konnte (besonders da es keine Einzeltäter, sonder kulturell verankerte Kollektivtaten waren), doch wurde auch die Unzivilisiertheit und Barbarei in westlichen Erzählungen häufig übertrieben, vor allem durch Missionare aus religiösen Gründen, in Form von Vorher-Nachher-Geschichten. Man stellte dadurch den angeblichen oder tatsächlichen zivilisatorischen Nutzen seiner eigene Missionierungsarbeit heraus.

      Also bitte auch solche Horrorgeschichten mit Vorsicht genießen, der Westen hat sich da auch teilweise zu sehr in Selbstgefälligkeit und Überlegenheitsgefühl gebadet. Man sollte die heute verbreitete extreme Selbstverachtung ja nicht wieder mit der gegenteiligen Extreme auswechseln.

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  10. Ich bin auch vom Artikel und seiner Argumentation nicht überzeugt. Größtes Manko ist meiner Meinung nach, dass darüber diskutiert wird, ob es ein Völkermord war ohne erstmal zu klären, was denn eigentlich ein Völkermord ist. Daher eiert der Artikel doch etwas herum.
    Nehmen wir die UN-Definition, die allerdings auch nicht ideal ist, da Herr Stalin höchstpersönlich 1948 dort die Verfolgung von politischen Gruppierungen als Genozid herausstreichen lassen hat.

    "In the present Convention, genocide means any of the following acts committed with intent to destroy, in whole or in part, a national, ethnical, racial or religious group, as such:
    (a) Killing members of the group;
    (b) Causing serious bodily or mental harm to members of the group;
    (c) Deliberately inflicting on the group conditions of life calculated to bring about its physical destruction in whole or in part;
    (d) Imposing measures intended to prevent births within the group;
    (e) Forcibly transferring children of the group to another group."
    http://www.hrweb.org/legal/genocide.html

    Das weitere Problem: Auch wenn der Artikel erwähnt, dass es eben nicht "die Indianer" gibt, sondern dass es sich um höchst unterschiedliche verschiedene Gruppen, Völker und Nationen handelt, wird im weiteren Verlauf dann leider doch über "den Völkermord" an "den Indianern" geredet und dann am Ende aufgrund einer 500jährigen Geschichte behauptet, dass es nie einen Plan gegeben hat, "die Indianer" auszurotten. Gleichzeitig gab es aber ganz klar ganz genaue Pläne, einzelne Indianerstämme auszurotten. Der Trail of Tears sollte als Beispiel ausreichen. Daher: Es gab in der langen Geschichte der Indianer geplante Völkermorde.

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    1. Techniknörgler7. Juni 2012 um 13:19

      >Der Trail of Tears sollte als Beispiel ausreichen. Daher: Es gab in der langen Geschichte der Indianer geplante Völkermorde.<

      Der Trail fo Tears ist allerdings kein Beispiel für einen solchen. Er diente der Umsiedlung, das Ziel war nicht die Vernichtung eines oder mehrerer Indianerstämme, auch wenn deren Dezimierung in Kauf genommen wurde.

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  11. Um dem Terminus "Indianer" auszuweichen lässt sich schlicht und einfach das englische "natives" verwenden. Diesen Begriff benutzten die natoves in Nordamerika selbst auch.

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  12. @ Techniknörgler

    sie sind nicht nur ein techniknörgler, sondern auch ein indianer-historien-"verschönerungs-schreiber"

    p. s.: es wurde nicht nach kritik zu schreibern hier gefragt, sondern allein zum text des seiteninhabers und diesen finde ich traurig genug.

    mfg

    (besser) anonym

    antwort erübrigt sich von ihnen sowieso :-P

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    1. Techniknörgler7. Juni 2012 um 13:31

      Und ein Pseudonym zu wählen ist nicht schwer. Es erleichtert die Diskussion ungemein. Eine Website muss dafür nicht angegeben werden.

      Mit jemandem der einfach nur unter dem von vielen gewählten Namen "Anonym" postet fällt eine Debatte tatsächlich schwierig.

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  13. Techniknörgler7. Juni 2012 um 13:28

    >sie sind nicht nur ein techniknörgler, sondern auch ein indianer-historien-"verschönerungs-schreiber"<

    Bloß das ich nichts beschönige. Lediglich die (auch bei ihnen durchschaubaren) Versuche den Unterscheid zwischen den Verbrechen der Nazis (aber auch der Türkei) auf der einen Seite und denen der Nationen auf dem amerikanischen Kontinent zu verwischen möchte ich nicht unterstützen. Denn: Wenn alles Völkermord war (auch wenn die Auslöschung nicht das Ziel war und schon mal gar nicht zur Herstellung einer rassischen Reinheit als Grundlage für einen Nationalstaat), dann gehen die echten darin unter. Und auch die einem echten Völkermord innewohnende (ganz eigene) Logik.


    Interessant ist beim Reden über die Verbrechen an den Indianern allerdings eine tatsächlich stattfindende Fokusierung, die nicht durch die Sachelage gerechtfertigt ist: Nämlich auf die USA. Kanada oder gar Süd- und Mittelamerikanische Staaten werden dabei eher selten thematisiert. Vermutlich auch, da die Taten in den USA mehr reflektiert wurden, als südlich von ihnen. Allerdings wurden geschah das in Kanada inzwischen auch und trotzdem fokusieren sich alle auf die USA. Selbst wenn auch Mittel- und Südamerika thematisiert werden: Kanada wird ignoriert. Warum?

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    1. Ich habe versucht das Schema im Artikel aufzubrechen. Ich denke, die Western-Kultur und die bessere Aufarbeitung der USA sind hauptverantwortlich.

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  14. Marie-Luise Zaunberger7. Juni 2012 um 22:30

    Den Geschichtsblog schätze ich sehr. Viel Inspirierendes und auch gut Recherchiertes habe ich an diesem Ort in den letzten Jahren lesen können. Dafür danke. Der Eintrag zur Geschichte der amerikanischen Ureinwohner hat mich jedoch erstaunt zurückgelassen. Aus meiner Sicht mangelt es diesem Text nämlich an der Qualität, die die sonstigen Beiträge des Autors auszeichnet.

    Hiermit meine ich konkret: Es gebricht diesem Text erstens an der inhaltlichen Sorgfalt, die im Zusammenhang der verwendeten Terminologie angebracht wäre; zweitens mangelt es ihm an logischer Stringenz bei der Herleitung und Begründung seiner These, und drittens ist er auch sprachlich nicht auf dem gewohnten Niveau.

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  15. Marie-Luise Zaunberger7. Juni 2012 um 22:34

    Zu meinen drei Kritikpunkten jeweils einige sachliche Anmerkungen:

    1. Terminologie

    Was aus meiner Sicht fehlt, um die im Titel gestellte Frage im nachfolgenden Text zu den eigenen Bedingungen beantworten zu können, ist eine Definition des Begriffs „Genozid“, auf die der Autor sich bei seinen Ausführungen stützen könnte. Die im Text versuchte Unterscheidung zwischen „Mord“ und „Totschlag“, die sich gedanklich auf das Individualstrafrecht bezieht und die im Kontext völkerrechtlicher Erwägungen kaum sinnvoll ist, wirkt auf mich - mit Verlaub - völlig naiv.

    Um hier den Beginn eines Fundaments zu legen, zitiere ich aus der entprechenden Erklärung der Vollversammlung der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1946, die im Kern unserem gegenwärtigen Verständnis des Begriffs „Genozid“ zugrundeliegt:

    „Genocide is a denial of the right of existence of entire human groups, as homicide is the denial of the right to live of individual human beings; (…) Many instances of such crimes of genocide have occurred when racial, religious, political, and other groups have been destroyed, entirely or in part.“


    2. Logische Stringenz

    Ich muss dem Autor fachlich aufs Schärfste widersprechen: Nein, es bereitet Historikern überhaupt keine Probleme, zu prüfen, ob in diesem Fall ein durch Europäer verübter Genozid vorliegt, etwa weil „die Indianer“ keine homogene Gruppe waren. Auch die Tatsache, dass Stämme der Ureinwohner untereinander verfeindet waren und sich bekriegten, ist für eine solche Prüfung irrelevant; ebensowenig spielt die Romantisierung von Ureinwohnern durch Europäer eine Rolle.

    Die entscheidende Frage ist einfach: Gibt es Belege dafür, dass den Ureinwohnern des amerikanischen Kontinents ihr Existenzrecht durch europäische Eroberer abgesprochen wurde? Lassen sich Quellen finden, die zeigen, dass derartige Leugnungen rassistisch, religiös oder politisch motiviert waren? Und hatten solche Vorstellungen dann Konsequenzen in der materiellen Welt, die zur teilweisen oder völligen Vernichtung dieser Menschengruppen führten?

    Eine Neigung zum Quellenstudium vorausgesetzt wird man hier sehr leicht und umfassend fündig. Zum Einstieg in die Thematik empfehle ich Lesern das Buch des Amerikanisten David E. Stannard: „American Holocaust - The Conquest of the New World“ (Oxford University Press, 1992).

    Noch einmal Klartext: Die Menge der Belege dafür, dass europäische Siedler und Eroberer in diversen historischen Epochen und geographischen Regionen die Ausrottung der amerikanischen Ureinwohner befürworteten, sie in vielen Fällen planten und im Rahmen ihrer Möglichkeiten ausführten, dass sie indigene Gruppen als Untermenschen oder Tiere betrachteten und ihnen jede Zugehörigkeit zum Kreis menschlicher Gesellschaften absprachen ist einfach überwältigend. Wer nicht mit der Fachliteratur zum Thema seinen empfindlichen Magen belasten möchte, dem empfehle ich zumindest, den Wikipedia-Eintrag über einen gloriosen Vertreter der europäischen Hochkultur und Mitbegründer der biologischen Kriegführung, General Jeffrey Amherst zu lesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Jeffrey_Amherst,_1._Baron_Amherst

    Wer danach immer noch vom quasi unvermeidlichen, schicksalhaften Untergang der Ureinwohner sprechen mag, der kann sich gern der historischen Fachliteratur widmen.


    3. Sprachliche Qualitat

    Mich ärgert die naturalisierende Wortwahl bei der Beschreibung demographischer „Veränderungenen“ innerhalb der indigenen Bevölkerung Amerikas. Gesprochen wird im Text vom „Verschwinden“, die Ureinwohner wurden eben von Seuchen und anderem „überrollt“, und der „Niedergang“ der nordamerikanischen Natives wird im Text zum „natürliche(n) Ergebnis des Ausbreitungsprozesses der USA selbst“. Rhetorisch sind diese Formulierungen hochgradig tendenziös und ich stufe sie in ihrer Verwendung durch einen Historiographen als äußerst fragwürdig ein.

    In Summe: Leider ein sprachlicher, intellektueller und fachlicher Tiefpunkt in diesem ansonsten sehr lesenswerten Blog. Get well soon! :-)

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    1. Techniknörgler8. Juni 2012 um 11:12

      "Gibt es Belege dafür, dass den Ureinwohnern des amerikanischen Kontinents ihr Existenzrecht durch europäische Eroberer abgesprochen wurde? Lassen sich Quellen finden, die zeigen, dass derartige Leugnungen rassistisch, religiös oder politisch motiviert waren? Und hatten solche Vorstellungen dann Konsequenzen in der materiellen Welt, die zur teilweisen oder völligen Vernichtung dieser Menschengruppen führten?"

      Das reicht allerdings nicht. Es reicht nicht wenn einzelne so motiviert waren. Das wäre schlicht Mord.

      Und die Definition von Völkermord in der UN-Konvention ist so dermaßen weitreichend, dass etwas als Völkermord gelten kann, ohne das eine einzelne Person überhaupt ums Leben gekommen ist.

      Diese Definition ist schlicht nicht sinnvoll. Was bezweckt man damit? Das kann doch nur auf Relativierung hinauslaufen. Umgangssprachlich wird unter dem Begriff etwas in der Gegend eines Holocaust oder eines Völkermordes an den Ameniern erwartet (und ich meine nicht von den bloßen Zahlen her, die sagen wenig über die Qualität eines Verbrechens aus, nur über die Quantität). Und dann setzt man per Definition so viele andere Dinge begrifflich damit gleich, die nicht einmal in die nähe kommen. Warum?

      Ob es unter der weitreichenden Definition der UN fällt, das kann ich nicht abschließend beurteilen. Das diese Definition nicht meinem umgangssprachlichen Verständnis von Völkermord entspricht schon.

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    2. @ Marie-Luise Zaunberger7. Juni 2012 um 22:34

      In der Tat ist die Quellenlage zur Nachweisführung vermeintlicher mörderischer Rassismen sehr schwach, ungenügend, irreführend und führt nur bei tollkühner Auslegung zum gewünschten Ergebnis. Einzelmeinungen sind nicht repräsentativ für die Gesamtheit der Kolonialisten, die harte Arbeiter und keine Denker waren.

      Ressentiments gegen Indianer gab es meiner Schlussfolgerung nach aber sicherlich zur Genüge, zumal die schlichten Gemüter der Siedler unseren Ansprüchen der political correctness vermutlich nicht entsprochen haben. Macht dieses sie deshalb automatisch zu rassistischen Killern, denen man Völkermord nachweisen kann?

      Zuweilen haben sich Indianerstämme den Zorn der europäisch-stämmigen Siedler nämlich ob ihrer Raubökonomien redlichst verdient. Die Komantschen haben bei ihren Raubzügen weite Landstriche entvölkert. Und waren mit ihrer Raubökonomie dermaßen erfolgreich, dass sich ihre Zahl im 18. Jhdt von anfänglich ca. 8.000 auf (bis zur Pockenepidemie) ca. 45.000 vervielfacht hat. Dementsprechend verhasst waren sie bei den Siedlern, die unter den räuberischen Stämmen (die Komantschen waren nicht die einzigen) sehr zu leiden hatten.

      Die Staatsmächte von Mexiko und von den USA waren beide zu schwach um die indianischen Raubökonomien zu unterbinden und die Siedler zu schützen. Die US-Army hatte in dem weitläufigen Staatsterritorium keine 10.000 Soldaten zu Verfügung. Wenn also Siedler allfällig heftige, oder sogar hässliche Vorbehalte gegen Indianer gehabt hätten, dann wohl aus leidvoller Erfahrung nicht ganz unbegründet und nicht weil sie einfach nur böswillige Rassisten waren, die den Völkermord an friedliebenden Ureinwohnern zum schaurigen Zeitvertreib gehabt hätten.

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  16. "Ihr Verschwinden war vielmehr das natürliche Ergebnis des Ausbreitungsprozesses der USA selbst" - Ach so, damit ist natürlich alles erklärt und legitimiert. Wenn der neugegründete Staat die Übertretung und Missachtung der Verträge mit den Indianern durch die Siedler gebilligt hat, dann muss man mindestens von einem in Kauf genommenen Völkermord sprechen. Gerade das Argument, das du anführst, bestätigt doch das Vorgehen der "Weißen". Dadurch dass die Machtbalance klar zugunsten der "Weißen" ausschlug, brauchte man keine organisierte oder besser geplante Ausrottung. Beim Völkermord kommt es nicht auf die erklärte ABSICHT an, sondern auf das RESULTAT gewissen Gesetze und Handlungen. Dieser Artikel versucht einfach nur ein riesen Verbrechen zu verklären. Weiße, mit angelsächsischen Wurzeln begehen keine Völkermorde, dazu waren nur die Deutschen fähig, die dafür abgestraft wurden. Dazu sind ansonsten nur andere primitive Völker in der Lage. Wenn ich deiner Logik folge, dann gab es auf dem Balkan eigentlich auch keinen Völkermord, denn die Serben wollten ja nur das Land der Bosnier und Kroaten haben, und um das zu erreichen mussten eben paar Kroaten und Bosnier sterben um sie vertreiben zu können! Das ist zynisch!

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    1. Ich legitimiere überhaupt nichts. Die USA haben ungezählte Verbrechen gegenüber den Indianern begangen, Massenmord (Stichwort Wounded Knee) inklusive. Mir geht es nur um eine einzige Frage, nämlich ob es sich um einen geplanten Völkermord handelt - und das ist schlicht nicht der Fall, wegen der Argumente im Artikel. Die Serben dagegen haben sehr wohl geplanten Völkermord begangen; ebenso qualifizieren sich die Hutu-Tutsi-Massaker als solcher. Lies bitte was dasteht, nicht, was du lesen willst.

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  17. Die Ausrottung der Indianer war Massenmord, wenn auch unter einem verschleiertem Mantel!!!!! Es wurde fast die Bevölkerung eines ganzen Kontinents vernichtet!

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  18. Dein Artikel könnte von einem Sonderschüler stammen.
    Selten so ein schwammiges Gestammel gelesen.
    Ich will gar nicht wissen was in deinem Kopf vorgeht-kein Wunder das sich Menschen gegenseitig die Köpfe einhauen (wenn man sowas ließt)
    Menschen mit größeren Waffen töten Menschen mit kleinere Waffen.
    Basta/Menschen werden Menschen noch in 1000 Jahren töten und das auf hinterhältigster und grausamster Art.

    Btw. ich glaube du willst dir ne Scheibe von der anti-amerikanischen-stimmung ergaunern.

    ps:hab ich´s mir gedacht.ein nerdiger fantasy freak der zu viel träumt und bücher wälzt.junge werd erwachsen

    amen

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  19. Wir haben hier eine Nation,die zwei Genozide auf dem nicht vorhandenen Gewissen hat ( Indianer und Afroamerikaner) darüberhinaus den Irakkrieg II mit bewussten Lügen begonnen hat und sich bis heute noch nicht bei den Hunderttausenden Opfern der Atombombenabwürfe entschuldigt hat. Moral unterscheidet nicht zwischen Gewinnern und Verlierern. Für mich ist dieses Volk mit Nazideutdchland auf einer Stufe.

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  20. Was ist mit dem Berühmten Goldstück für jeden toten Indianer?

    Stichwort 7.Jähriger Krieg?

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  21. Ich bin auf diesen Artikel gestoßen, weil gerade darüber diskutiert wird, ob die deutschen Kolonialverbrechen an Südwestafrikanern 1904 als Völkermord gewertet werden müssen/sollen/können. (Vgl. Spiegel 50/16) Unverkennbar derselbe Typ Verbrechen wie die Indianervernichtung. Dagegen völlig unähnlich der Judenvernichtung. Könnte sehr spannende Konsequenzen ergeben, hier mit einerlei Maß zu messen.

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  22. Wirklich erstaunlich wie reizend die fernere Vergangenheit wirkt. Dabei erntet die ganze Welt gerade die Früchte aus Kolonialismus und Weltkapitalismus.
    Auch die Geschichte der Indianer hat in den letzen hundertfünfzig jahren einiges zu bieten. Und zwar belegbares, wie zum Beispiel die Bedrohung der Yannomami durch Urwaldrohdung,die, erst von Obama aufgehobene Entmündigung der US -Natives.
    Den Allgemeinen Umgang der vorgeblich zivilisierten Völker mit Völkern, Die nicht so zivilisiert sein wollen. Die Arroganz mit der Menschen anderen diktieren, was für sie richtig zu sein hat.Anstatt aus den jeweiligen Vernichtungsorgien der Welt etwas sinnvolles für die Zukunft zu ziehen streitet man sich um Definitionen?
    Ja, hatte ganz vergessen, Kategorien sind wichtig um Urteile zu fällen und mit dem Finger auf andere zu zeigen. Während lernen, Erkenntnis erwerben, Und anderen dieselbe Möglichkeit zu bieten einfach nur anstrengend ist und kein Geld einbringt.
    Natürlich auch keinen Ruhm.
    Es könnte nur ganz langsam zu etwas mehr Fairness in der Gegenwart beitragen.

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  23. Übrigens wurde die Völkermord Definition nach dem zweiten Weltkrieg formuliert um das Entsetzen über die technologische Vernichtung von Millionen Menschen innerhalb einiger Jahre auszudrücken. Das war bis dahin noch nicht in der Welt gewesen.
    Inwieweit es sinnvoll ist eine solche Definition auf die Vergangenheit zu beziehen ist doch äusserst fraglich.
    Das Bewusstsein für diesen Tatbestand existierte schliesslich vorher nicht. Vorher hielt man es für normal sich gegenseitig abzuschlachten.
    Aber warum bewirkt das Bewusstsein der Menschen heute nicht, dass man keine Waffen kauft, produziert, Oder sich keine Sündenböcke in der eigenen Gesellschaft schafft.
    Warum machen alle bei der Verschärfung der Armut im eigenen Land, bei der kinderfeindlichen Einstellung im eigenen Land mit und ereifern sich über Andere?
    Ist das alles, Was uns unsere Geschichte lehrt?

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