Dienstag, 19. Oktober 2010

Der Fall des Königreichs Jerusalem und die Einigung der muslimischen Welt

Von Stefan Sasse

Wappen des Königreich Jerusalem
Nach dem Ende des Ersten Kreuzzugs hatte sich das Königreich Jerusalem als politische Größe etabliert. König Balduin I. weitete seine Macht weit über die Stadt Jerusalem selbst aus, und für knapp 80 Jahre beherrschten die Kreuzfahrer das Heilige Land. Doch gegen Ende des 12. Jahrhunderts kam es zu einem Niedergang der abendländischen Macht, der schließlich in der verlorenen Schlacht von Hattin eine abrupte Beschleunigung fand. Noch für Jahrhunderte würden christliche Kreuzfahrer in das Heilige Land ziehen, doch Jerusalem sollte nie wieder in ihre Hände fallen. Erst 1917 setzten britische Soldaten als erste christliche Soldaten wieder einen Fuß in die Stadt, und der Komandeur der Streitkräfte Viscount Edmund Allenby besaß auch genügend Geschichtsbewusstsein und Empire-Trunkenheit, um das offizielle Ende der Kreuzzüge auszurufen. Doch welches Schicksal ereilte die Region im 12. Jahrhundert, in der sie von der Glorie zum völligen Untergang taumelte? 

Die Siege der Kreuzfahrer im Gefolge des Ersten Kreuzzugs hatten das ohnehin destabile politische System der muslimischen Welt endgültig zum Einsturz gebracht. Um ihre Pfründe zu retten, schlossen viele Kalifen, Wesire und Stadtkommandanten Verträge mit den Kreuzfahrern, in denen sie sich zu Neutralität verpflichteten oder gar Bündnisse eingingen. Das beschützte diese natürlich nicht vor Angriffen der "Franken" (ein Sammelbegriff, den die Muslime für alle Europäer verwendeten), die sich an diese Verträge nicht immer gebunden fühlten, besonders dann, wenn sie aus Europa neu in die Region kamen. Im Laufe der ersten drei Jahrzehnte des 12. Jahrhunderts bildeten sich die folgenden Kreuzfahrerstaaten aus:

Kreuzfahrerstaaten 1135
Die Grafschaft Edessa (gelb auf der Karte) war der erste Kreuzfahrerstaat. Balduin von Boulogne, der jüngere Bruder des dortigen Lehnsherren und deswegen ehrgeizig, trennte sich 1098 vom Kreuzfahrerheer und überredete den Herrscher Edessas Thoros, einen orthodoxen und bei der Bevölkerung gehassten Christen, unter ungeklärten Umständen ihn zu adoptieren. Bequemerweise verschwand Thoros bald darauf unter ebenso mysteriösen Umständen, so dass Balduin ihm als Graf von Edessa nachfolgen konnte. Bereits 1100 trat Balduin die Nachfolge seines gestorbenen Bruders Gottfried an und ließ sich zum König Jerusalems krönen; die Nachfolge in Edessa trat sein Cousin Balduin II. an. Die Grafschaft befand sich bald in einem innigen Streit mit ihrem Nachbarn, Tripolis, das ihr konsequenterweise nicht zu Hilfe kam, als 1244 der Angriff des muslimischen Feldherren Zengi erfolgreich verlief und Edessa fiel. 

Da Raimund von Toulouse bei der großen Gebietsverteilung nach dem Fall Jerusalems 1099 leer ausging, entschied er sich - von den Byzantinern ebenfalls nicht reichhaltig versorgt - zur Eroberung von Tripolis (rot). Er starb zwar 1105, sein Nachfolger Bertram allerdings nahm Tripolis 1109 und formte daraus die gleichnamige Grafschaft. In den 1140er Jahren wurde die Grafschaft Schauplatz eines Bürgerkriegs, als Neuankömmlinge aus Toulouse Anspruch auf sie erhoben und diesen mit Waffengewalt zu erringen hofften. 

Belagerung von Antioch
Bohemund I. gelang es, das Fürstentum Antioch (blau) eine ganze Weile zu regieren. Dieses Fürstentum war durch seinen Eid eigentlich Byzanz als Herzogtum zugesprochen gewesen, doch Bohemund, selbst unabhängiger Fürst in Italien, trachtete danach diesen Status auch für Antioch zu erhalten. Das Fürstentum war in zahlreiche Kämpfe mit Byzanz wie mit den Muslimen verwickelt und wurde zeitweise (1154-1180) sogar ein Lehen des byzantinischen Reichs.

König Balduin I. von Jerusalem (weiß) eroberte mit Hilfe von europäischen Neuankömmlingen (die ab 1101 ins Land strömten) einige Hafenstädte wie Acre, Beirut und Sidon, was das Land logistisch an den prosperierenden italienischen Mittelmeerhandel anschloss. Ab 1115 führte er einen Eroberungskrieg in Jordanien, um die gefährdete Ostflanke des Königreichs durch besser verteidigbare Grenzen abzusichern. Das zuletzt durch die Massaker bei der Einnahme zu einer halben Geisterstadt verkommene Jerusalem wurde durch die Ansiedlung mit neu ankommenden sowie eingebohrenen Christen neu aufgefüllt. Das Königreich prosperierte. 

Die Situation dieser vier Kreuzfahrerstaaten ist sehr vereinfacht dargestellt und soll einen groben Blick über die Gesamtsituation geben. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts waren diese Kreuzfahrerstaaten mit der Expansion (Jerusalem) und mit sich selbst beschäftigt. Die Kreuzfahrer sicherten ihre Ansprüche gegen die Neuankömmlinge aus Europa ebenso ab wie gegen die Muslime, indem sie ein dichtes Netz von Burgen im ganzen Land bauten, gegen die die Muslime recht wenig unternehmen konnten. Diese waren aber ohnehin von ihrer eigenen Zerstrittenheit weitgehend gelähmt. 

Das änderte sich jedoch ab den 1140er Jahren. Ein neuer Feldherr begann von sich reden zu machen: Nur-ad-Din. Dieser war der zweite Sohn Zengis, der 1144 erfolgreich Edessa einnahm. Es war Nur-ad-Din, der nach der Ermordung seines Vaters nicht nur Edessa gegen eine Rückeroberung der Kreuzfahrer absicherte und alle Christen aus der Stadt exilierte; er führte auch Krieg gegen das Fürstentum Antioch. Es gelang ihm, auch Syrien weitgehend unter seine Kontrolle zu bekommen, obgleich Damaskus einen Vertrag mit den Kreuzfahrern hatte und ihm daher verschlossen blieb. Nur-ad-Din war also eine Macht in der Region, aber noch keine tödliche Bedrohung der Kreuzfahrerstaaten, von denen die meisten den Fall Edessas ohnehin nicht ungern gesehen hatten. 

In Europa allerdings rief die Nachricht vom Fall Edessas so große Unruhe hervor, dass ein weiterer Kreuzzug ausgerufen wurde, um das Heilige Land zu sichern. Die Wirkung dieses Aufrufs lässt sich in keiner Weise mit der des Ersten vergleichen. Es war eine gewisse Ernüchterung über die Kreuzzüge eingetreten, sowohl was die religiösen Motive anging als auch - und vor allem - das Ausmaß an Beute, das man aus den dortigen Eroberungen ziehen konnte. Der Aufruf richtete sich ausschließlich an Adelige, und als wie bereits im Ersten Kreuzzug wortreich gegen Juden agitiert wurde, unterband die Kirche dies scharf, um nicht wieder Pogrome wie im Ersten Kreuzzug zu erhalten, waren die Juden doch überwiegend wichtige Wirtschaftsfaktoren. 

Der Zweite Kreuzzug in der Levante
Die Kreuzfahrer erreichten mit ihrer kleinen, aber professionellen Armee 1148 das Heilige Land. Ihre Route über Land hatte sie wieder durch byzantinisches Territorium geführt, und es gibt bis heute Gerüchte, dass der Kaiser versucht hätte, sie zu behindern und den Türken wichtige Hinweise gab. Als die Kreuzfahrer schließlich Jerusalem erreichten, waren sie jedenfalls bereits stark dezimiert, ohne etwas erreicht zu haben. Hier hatten die Kreuzfahrer nun die ausgesucht dumme Idee, das eigentlich verbündete Damaskus anzugreifen. Dessen Herrscher sah sich gezwungen, Nur-ad-Din zu Hilfe zu rufen, dessen Ankunft die Belagerung aufhob und die Kreuzfahrer zum Rückzug zwang. Der zweite Kreuzzug endete also in einem totalen Fehlschlag, nicht jedoch ohne jedoch den Muslimen einen entscheidenden Vorteil in die Hände gespielt zu haben: in der muslimischen Welt erhielt die Idee einer einigen Front gegen die als Besatzer wahrgenommenen Franken immer mehr Zulauf, und erfolgreiche Heerführer wie Nur-as-Sin schienen die Männer zu sein, die diese Einigung vollziehen konnten. 

Genauso schädlich sollte sich das gegenseitige Misstrauen nicht nur der Kreuzfahrerstaaten gegenüber den Europäern zeigen, die als Verstärkung oder mit eigenen Eroberungsabsichten kamen; mindestens genauso groß war das Misstrauen der Kreuzfahrerstaaten untereinander. Das Lehensverhältnis zum Königreich Jerusalem, in dem sie sich theoretisch befanden, war ebenso dünn und wackelig wie das Bündnis mit Byzanz, und letztlich würde es sich als fatal erweisen. Vorläufig ging allerdings erst noch alles seinen gewohnten Gang. Es gelang den Kreuzfahrern sogar kurzzeitig, die ohnehin bereits auseinanderbrechenden Fatamiden-Herrschaft in Ägpten zu zerstören und dort Einfluss zu nehmen, ehe ein aufstrebender Kommandeur Nur-ad-Dins das Land erneut unter muslimische - das heißt, seine - Herrschaft brachte. Dieser Kommandeur war ein Kurde namens Saladin, der offensichtlich ebenfalls die Vision verfolgte, die muslimische Welt zu einigen und dann mit der gesammelten Kraft die Franken endgültig aus dem Land zu werfen. 

Die dahinterstehende Ideologie hatten muslimische Gelehrte seit etwa der Mitte des 12. Jahrhunderts entworfen. Ausgehend von den ersten Erfolgen der christlichen Reconquista in Spanien (die Eroberung Lissabons, quasi im Vorbeigehen, blieb der einzige militärische Erfolg des Zweiten Kreuzzugs) und der Bedrohung der muslimischen Gebiete im Sinai und der gesamten Levante erkannten sie eine Bedrohung des Islam, die gewissermaßen auf globaler Ebene vorhanden schien. Zu ihrer Abwehr war es nötig, dass alle rechtgläubigen sich zusammentaten und in einem "heiligen Krieg" (gihad) gegen die Invasoren vorgingen. Dies ist die Geburtsstunde des Dschihad, dessen Linie nicht nur von den Neo-Cons direkt bis 9/11 nachgezogen wird. 

Saladin (Handschrift, 15. Jhdt.)
Vorerst jedoch sah alles danach aus, als würden Nur-ad-Din von seiner syrischen Machtbasis aus und Saladin von seiner ägyptischen einen Kampf um die Vorherrschaft führen. Mit dem Tod Nur-ad-Dins 1174 erübrigte sich dieser jedoch, und Saladin konnte den Kampf gegen die Christen vorbereiten. Das war nicht einfach, denn diese hatten ein Netz von Burgen über das Land gespannt, Brunnen gesichert und so für eine Defensive alles Notwendige getan - und etwas anderes als Defensive hatten sie seit dem Zweiten Kreuzzug ohnehin nicht mehr in nennenswertem Umfang getan. Saladin musste versuchen, die Christen auf ein Schlachtfeld seiner Wahl zu locken, um sie dort zu besiegen.

Eine entscheidende Rolle spielte dabei ein Dreieck von Personen, deren Namen noch heute den Untergang des Königreichs Jerusalem begleiten: Raimund III. von Tripolis, Reinard de Chatillon und Guy de Lusignan. Der letztgenannte war in den späten 1180er Jahren König von Jerusalem. Reinard de Chatillon war der Herr der mächtigen Festung Krak de Chevaliers, die einen wichtigen Handels- und Karawanenweg überwachte, und Raimund III. von Tripolis beherrschte von der Festung Tiberias aus das Fürstentum Tripolis. De Chatillon gehörte genauso wie der Templergroßmeister de Rochefort zu der Fraktion, die auf ein aggressives Vorgehen gegen die Muslime drängten, während Raimund eher auf Ausgleich und Defensive bedacht war. Exemplarisch kann man dies als Streit zwischen den alteingesessenen Kreuzfahrern und den relativen Neuankömmlingen betrachten. Guy de Lusignan neigte mal zur einen, mal zur anderen Seite, je nachdem, mit wem er zuletzt gesprochen hatte. 

Templer-Siegel
Der Fraktion der Falken kam dabei zugute, dass Raimund III. von Tripolis ein recht gutes Verhältnis mit Saladin und einige Verträge hatte. Damit war es ihnen möglich, ihn propagandistisch zu diskreditieren, besonders, als Saladin in Vergeltung eines der immer häufiger werdenden Angriffe de Chatillons durch das Gebiet von Tripolis marschierte, um Rache zu nehmen und dabei eine Templereinheit fast vollständig aufrieb (dass unter den vier Überlebenden ausgerechnet Großmeister de Rocheford war, ist eine weiterer Schicksalsschlag). Doch noch immer war es Raimund möglich, auf Bedacht zu pochen. Die Armee, die man mittlerweile versammelt hatte - die größte, die die Kreuzfahrer je aufboten, über 20.000 Mann stark - lagerte an einem strategisch günstigen Ort bei den Quellen von Saffuriyya. Saladin attackierte daraufhin direkt Tiberias und ließ einen Eilboten absichtlich entkommen, der einen verzweifelten Hilferuf von Raimunds Ehefrau an die Kreuzfahrer enthielt. 

Dieser Brief war alles, was die Falken noch benötigten. Gegen Raimunds eindringliche Warnungen, der schließlich sogar mit dem Recht des Ehemanns argumentierte, das Schicksal seiner Frau selbst bestimmten zu können, entschloss sich Guy de Lusignan zum Marsch auf Tiberias, um die Belagerung zu heben. Die Armee marschierte bald durch die sengende Hitze der Einöde zwischen Suffariyya und dem See Genezareth, in der Saladin - was die Kreuzfahrer nicht wussten - bereits alle Brunnen unbrauchbar gemacht  hatte. Das Heer war dabei konstanten Attacken ausgesetzt. Vor Hattin, in Sichtweite des Sees, wurde ihr Weg von der Armee Saladins blockiert, das vorbereitetes Buschwerk in Brand setzte und den Rauch auf die Kreuzfahrer zutrieb, die daraufhin Halt machen und ihr Lager aufschlagen mussten. Halb wahnsinnig vor Durst überdauerten die Männer die Nacht, während die Muslime Wasser durch ihre Hände geräuschvoll in den Sand laufen ließen. 

Guy de Lusignan kapituliert vor Saladin nach Hattin
Am nächsten Tag kam es zur Schlacht. Ein Durchbruch zu naheliegenden Quellen scheiterte, und als Raimund von Tripolis und seine Ritter einen verzweifelten Ritt gegen die muslimische Linie unternahmen, wich diese einfach zur Seite und ließ die Ritter entkommen. Auch die Kämpfer, die unter Balian von Ibelin versucht hatten, die Quellen zu erreichen, wurden abgeschnitten und konnten entkommen. Der Rest des 20.000-Mann-Heeres dagegen wurde vollständig vernichtet. Die Ordnung und Disziplin brachen schnell vollkommen zusammen, und die Muslime schlachteten die Soldaten geradezu hin. In dieser Schlacht ging auch das Heilige Kreuz, die wertvollste Reliquie der Christenheit, endgültig verloren. Das Heilige Land war nun vollkommen unverteidigt und der Gnade Saladins ausgeliefert.

Dieser eroberte eine Stadt und Festung nach der anderen. Diese kapitulierten meist, wann immer möglich gegen freien Abzug, doch Saladin ließ zahlreiche Ritter exekutieren und andere Überlebende in die Sklaverei verkaufen. Jerusalem, so schien es, erwartete dasselbe Schicksal. Balian von Ibelin indessen war ebenfalls in Gefangenschaft geraten, von Saladin aber durch Abgabe eines Eides wieder entlassen worden, dass er das Heilige Land verlasse und sich in Jerusalem nur einen Tag aufhalte, um seine Frau zu holen. In Jerusalem jedoch entband der Patriarch ihn von dem Eid, da er einem Heiden geschworen und deshalb wertlos sei (in einer anderen Version entband Saladin selbst Balian auf dessen Bitten hin von dem Eid). Balian übernahm denn die Verteidigung der Stadt und schlug dabei 60 junge Adelige zu Rittern, da praktisch keine in der Stadt waren. Diese Ereignisse werden alle in dem Film "Königreich der Himmel" dargestellt, wenngleich natürlich deutlich dramatisiert und der Botschaft des Films angepasst - aber das wurde an anderer Stelle besprochen. 

Jerusalem hielt 11 Tage durch. Die große Furcht der Einwohner christlicher Provinienz war es, das Schicksal der Juden und Muslime von 1099 zu erleiden. Es ging ihnen daher um möglichst gute Bedingungen. Saladin dagegen musste sein Gesicht wahren und die Stadt zudem möglichst vollständig einnehmen. Die Belagerung verlief deswegen wohl recht ereignislos; Chancen hatten die Belagerten ohnehin nicht. Balian erreichte die gewünschten Bedingungen, indem er die wohl ernst gemeinte Drohung ausstieß, alle heiligen Stätten zu zerstören, wenn ihnen nicht nachgegeben wurde. Der Bevölkerung wurde erlaubt, sich frei zu kaufen - 10 Denare für jeden Mann, 5 für jede Frau und 1 für jedes Kind. Obwohl tausende sich so ihre Freiheit erkauften, blieben immer noch tausende zurück, die von Saladin verkauft werden würden. Verzweifelte Szenen und Fluchtversuche spielten sich ab. Besonders hässlich war, dass der Patriarch die gesamten Kirchenschätze mitnahm - ungehindert von Saladin, der erklärte, seinen Sieg nicht durch einen Vertragsbruch schmälern zu wollen -, anstatt das Gold für die Rettung von Christenmenschen auszugeben. Er erklärte, den Reichtum der Kirche zu sichern sei wichtiger. Unnötig zu erwähnen, dass er von dem geretteten Gold einen wunderbaren Lebensabend verlitt. 

Die Kreuzfahrerstaaten 1190
Saladins Eroberungszug kam allerdings an den Grenzen von Tripolis und Antioch langsam zum Stillstand. Hier hielten sich starke Festungen länger als im ehemaligen Königreich Jerusalem. In Europa würde die Nachricht vom Fall der Stadt indessen große Bestürzung hervorrufen; der Papst starb angeblich sogar an dem Schock. Der Aufruf seines Nachfolgers, einen neuen Kreuzzug auszurüsten, stieß deswegen - und wegen des mittlerweile beendeten Schismas - auf große Zustimmung. Die Könige von England und Frankreich, Richard I. "Löwenherz" und Philipp II. sowie der deutsche Kaiser Friedrich I. "Barbarossa" erklärten sich bereit, riesige Armeen ins Heilige Land zu führen - in den mittlerweile Dritten Kreuuzug.

Bildnachweis: 
Karte 1135 - wikimedia (gemeinfrei)
Karte 1190 - Wimimedia (gemeinfrei)
Jerusalem Wappen - Odejea (GNU 1.2)
Karte Zweiter Kreuzzug - ExploretheMed (GNU 1.2)
Belagerung von Antioch - Sébastien Mamerot (gemeinfrei)
Guy de Lusignan - Said Tahsine (gemeinfrei)
Saladin - al-Jazarî (gemeinfrei)
Templer-Siegel (gemeinfrei) 

Kommentare:

  1. guter artikel.
    könntest du die bilder auf ihre originalgrößen verlinken? jetzt kann man wegen der geringen größe leider wenig erkennen und es ist ja schade um die arbeit, die du dir beim raussuchen gemacht hast.

    AntwortenLöschen
  2. Danke, aber eine bitte hätte ich noch, quellen zu den bildern unbedingt mit angeben. Manuscript 15th c reicht mir nicht. ;)

    dafür gibt es, wenn du keine unterzeilen machen willst, die eigenschaft "alt" und "title" im image-tag. Man sollte immer beide nehmen (doppelgemoppelt), denn browser interpretieren meist nur eine - und grundsätzlich nicht die selbe.

    Gruß bel.

    AntwortenLöschen
  3. Ehrlich gesagt bin ich eine technische Nulpe. Was hat das mit den Tags auf sich?
    Und die Bilder sind prinzipiell alle von Wikimedia; angegeben sind Autor und Lizenz (weil rechtlich erforderlich).

    AntwortenLöschen
  4. "In dieser Schlacht ging auch das Heilige Kreuz, die wertvollste Reliquie der Christenheit, endgültig verloren."

    Äh, was? Was hat es damit auf sich? 2 Holzlatten? Ein diamantverziertes Kreuz? Wieso war es auf dem Schlachtfeld? Sehr seltsam.

    AntwortenLöschen
  5. Es wurde wohl vor dem Heer hergetragen, um die Moral zu heben.

    AntwortenLöschen
  6. Der Text ist echt gut , aber wieso sind denn alle Kreuzfahrerstaaten untergegangen?? Das verstehe ich nicht ??
    War dort eine Krankheit ausgebrochen oder was ??????

    AntwortenLöschen